Geschrieben von Benedikt Lippold
Dem Betrachter wird eine Auswahl unterschiedlicher Klassiker geboten.
Am rechten Rand steht die Kawasaki Z1000 auf dem Seitenständer, als würde sie lässig an einer Strassenlaterne lehnen.
Ihre Vergaser hat sie zuhause gelassen, denn den Hochglanz-Auftritt überlässt sie ganz selbstbewusst den anderen.
Durch fehlende Embleme täuscht sie manchem Besucher vor, sie sei eine Suzuki. Unter einer feinen Staubschicht versucht die Kawa,
ihre wahre Eleganz vor den Blicken von Kaufinteressenten zu verstecken. Die haben sowieso keine Chance. Auf dem Schild steht : "meins!"
Daneben hat sich die Honda CB750 aufgebaut. Stolz reckt sie ihren Lenker in die Höhe
und allenthalben blinken Chrom und poliertes Aluminium. Die vier Auspuffrohre scheinen trompeten zu wollen:
"Kommt und schaut mich an". Aber der Betrachter ist schon von diesem tiefen Blau gefesselt.
Wenn jetzt noch die Sonne scheinen würde, kann der großen Tour doch nichts mehr im Wege stehen.
Hier sorgen Jugenderinnerungen für leuchtende Augen.
Als nächstes kommt die Moto Guzzi LeMans. Wie zum Sprung geduckt zieht auch sie den Kenner in ihren Bann.
Es scheint fast so, als müsse man aufpassen, nicht von den offenen DelOrto's eingeatmet zu werden.
Die Lafranconis müssten doch jeden Moment zur Attacke blasen. Der polierte Tank signalisiert
zeitlose sportliche Eleganz und durch die vielen feinen Details lassen sich einige Fans zu einer Foto-Safari hinreissen.
Über all dem trohnt erhaben die Laverda SF. Sie ist einfach da und erzeugt bei vielen Enthusiasten andächtiges Kopfnicken.
Dieser Motor begeistert in einer Zeit, in der vieles mit Kunststoff verkleidet wird.
Man sieht förmlich, wie dieses Fahrzeug mit dem stampfenden Beat des Zweizylinders die Straße unter seine Räder nimmt.
Hinter diesem Ensemble werden die Bilder weiterer Klassiker auf dem Bildschirm fast unsichtbar.
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